Eine gläserne Verwaltung in Freudenberg – eine Utopie ?

In Freudenberg erlebt der politisch interessierte Bürger immer wieder Überraschungen, wie die desolate Lage der Freudenberger Finanzen von der Verwaltung und den politischen Entscheidungsträgern erläutert wird.

Vor einigen Jahren animierte die WestLB, ein Finanzinstitut in der Trägerschaft der Sparkassen und des Landes NRW, Verwaltung und Rat zu hochriskanten Spekulationen mit dem Schweizer Franken. Auch die Kommunalaufsicht schien keinerlei Bedenken zu haben, mehr als € 5 Mio. spekulativ einzusetzen.

Die hohen Erwartungen (Haushaltssanierung) schlagen nun ins Gegenteil um. Die Stadt muss hohe Summen für diese Devisenwette zahlen, obwohl jeder Cent gebraucht wird. Die hohlen Versprechungen der WestLB wiederholen sich, denn der Schweizer Franken könnte ja wieder zum Höhenflug ansetzen, nach dem Motto: die Hoffnung stirbt zuletzt, aber die Bank gewinnt immer.

So lässt sich keine zukunftsorientierte Stadtpolitik gestalten. Der verdutzte Bürger erkennt nun, weshalb die notwendigen Investitionen in Bildung, Sport, Soziales und Tourismus so schwach ausfallen und die Schulden der Stadt u.a. durch mangelnde Sorgfalt in Rat, Verwaltung und Aufsichtsgremien steigen. Es bestehen kaum noch eigenständige finanzielle Entscheidungsmöglichkeiten. Denn die Kommunalaufsicht setzt einen sehr engen Rahmen. Die Frage nach der Verantwortung für dieses finanzielle Desaster wird sowohl bei der Stadt als auch bei der WestLB tunlichst vermieden.

Wenn die Verwaltung die Bürger auffordert, eigene Vorschläge einzubringen, selbst aber keine liefert und die Bürger ermahnt, z. B. ihrer Verkehrssicherungspflicht nachzukommen, aber bei stadteigenen Grundstücken ein schlechtes Vorbild abgibt, ist dies kaum noch mit finanziellen Engpässen zu erklären.

Das Gleiche gilt für das mangelnde Interesse am ortsansässigen Einzelhandel. Hier werden Anregungen nur schwerfällig angegangen, während man für überdimensionierte Großprojekte teure Gutachten auf Kosten der Stadt erstellen lässt, die sich kurze Zeit später als Hirngespinste herausstellen. Wieder mal Geld verbrannt, also müssen höhere Angaben und Gebühren her!

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