Stillschweigen über Swap-Vergleich
Leserbrief Siegener Zeitung von Wolfgang Sensfuß

Leserbrief

Wolfgang Sensfuß
Baumweg 8
57258 Freudenberg

Betrifft: Artikel „Stillschweigen über Swap-Vergleich“ SZ 1.7.17 S.9

Endlich bekommt das Schweigekartell zu den Freudenberger Swap-Geschäften Risse.
Von oberster Stelle – der Bürgermeisterin höchst persönlich – wird zugegeben, dass auf den Freudenberger Haushalt „erhebliche finanzielle Belastungen“ zukommen werden. Bei den Landtagswahlen hat man es verschwiegen. Jetzt vor der Bundestagswahl hat sich die Bürgermeisterin wohl (un)klugerweise von der SZ provozieren lassen.

Man kann also davon ausgehen, dass der Verlust bei den Swap-Geschäften im zweistelligen Millionenbereich liegen wird. Hierfür hat der Rat die ungewöhnlich hohen Kassenkredite von
€ 15 Mio. vorausschauenderweise genehmigt, damit sie noch im Laufe des Jahres abgewickelt werden können. Die Freudenberger Bürger werden sich trotz steigender Steuereinnahmen darauf einstellen müssen, dass diese hohe Summe demnächst auf sie abgewälzt werden wird.

Der Bürger wird es doch richten, wenn Kommunalpolitiker mit der Finanzwirtschaft dubiose Geschäfte machen. Er zahlt mit höheren Steuern und Abgaben bei der Kommune und höheren Gebühren bei den Banken. Aber niemand ist greifbar, der für den Schaden verantwortlich und haftbar ist. Dafür sorgen schon die Fachkenntnisse der Juristen.

Niemand sollte sich wundern, wenn das Vertrauen in die Politik und die Finanzwirtschaft schwindet.

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